Leitlinien und Gesetz

Open Space

Kaffeepausen sind meist das Interessanteste auf Konferenzen. Das erkannte auch Harrison Owen. Er entwickelte eine neue Form, die sich an die Rahmenbedingungen von unstruktrierten Gesprächen anlehnt.


Nun, was mache ich in Pausen? Ich stehe oder sitze mit einigen Menschen zusammen, die mich interessieren, oder die sich über etwas unterhalten, was mich neugierig macht. Ich lausche den Gesprächsbeiträgen. Ich bringe selber ein Thema ein, oder auch nicht. Wenn mich das Gespräch irgendwann langweilt, mir die Stimmung zu negativ ist oder mich eine andere Gruppe mehr interessiert, gehe ich. Wenn ich keine Lust habe mich zu unterhalten, werde ich das auch nicht tun.

Was ist Open Space?

Open Space ist eine Gruppenarbeits-Methode, die bei Gruppen von 10 bis 1000 TeilnehmerInnen eingesetzt wird. Die Prinzipen sind Selbstorganisation und Entscheidungsfreiheit der Menschen. Es gibt eine Leitthema, aber keine Tagesordnung. Es werden Räume und Zeit zur Verfügung gestellt. Themen und Workshops entstehen aus dem Teilnehmerkreis heraus.

4 Leitlinien .....

  • Wer kommt ist die richtige Person.
    Es spielt keine Rolle wer mitmacht und wie viele zu einem Workshop kommen. Es zählt nur das Interesse am Thema. Mit engagierten Leuten wird etwas erreicht.



  • Sei offen, für das was passiert.
    Sei neugierig auf das was alles ungewöhnliches geschehen kann.



  • Es fängt an wenn die Zeit reif ist.
    Lust und Energie richten sich nicht nach der Uhrzeit. Wenn es soweit ist, fange ich, fangen wir an.



  • Vorbei ist Vorbei.
    Wenn ein Thema bearbeitet ist, wird der Workshop beendet. Egal, wie wir in der Zeit liegen. Vielleicht habe ich Lust in einem anderen Work Shop mitzumachen.

.....und ein Gesetz.

Das Gesetz der zwei Füße.
Es fordert dazu auf, mit seinen zwei Füßen da hin zu gehen, wo ich mich wohl fühle. Wo ich etwas lernen oder beitragen kann. Wer sich langweilt, ehrt die Gruppe dadurch, dass er sie verläßt. Gelangweilte, ärgerliche Menschen beeinträchten die Stimmung, vielleicht auch nur durch ihr nonverbales Verhalten.




Und dann gibt es noch die Hummeln...
Die summen und brummen von Workshop zu Workshop


..und die Schmetterlinge
Die sind noch unentschlossen und warten ab

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